Mittwoch, 22.10.97 zur vorigen Seite

Heute Nacht ist es Winter geworden und alles weiß um die Hütte. Die Wolken lichten sich am Morgen und geben malerische Blicke auf die frisch verschneiten Tauern und die Zacken der Sextener Dolomiten frei. Unten lagern noch die Nebel und in die hinein steigen wir nun ab. Nach 300 Höhenmetern gibt es keinen Schnee mehr, dafür Wald. Sillian liegt unter den Wolken, als wir dort den Höhenweg beenden.

 

Der Rückweg ist noch eine aufwändige Angelegenheit: Dass wir eine Station mit dem Zug fahren, war unnötig, denn auch der Bus, den wir in Tassenbach besteigen, wäre in Sillian gestartet. Die Busreise durch erst das Tiroler, dann das Kärntner Gailtal bietet ländliches Österreich wie aus dem Bilderbuch. Touristisch ziemlich im Abseits, hält der Bus in jedem Ort am Gasthof zur Post. Der Tiroler Bus fährt nur bis St. Lorenzen, wo wir in einem dieser Gasthöfe eine Stunde auf den Kärntner Bus warten, der uns endlich wieder nach Kötschach-Mauthen bringt, wo mein Golf treu gewartet hat. Die Heimfahrt über den Felbertauern ist auch noch eine längere Angelegenheit.

 

Infos:

Karte: Kompass-Wanderkarte Nr. 47 Lienzer Dolomiten-Lesachtal

Literatur: Kompass Wanderbuch Gailtal-Lesachtal-Karnischer Höhenweg. Wir hatten noch eine Beschreibung aus der Zeitschrift "Bergsteiger"

Hinweise: Meist einfache Wandertour, gelegentlich Trittsicherheit entlang abschüssiger Grasflanken notwendig. Am Normalweg zum Monte Peralba Kletterei bis I. Die Tagesetappen sind sehr lang, ca. 8-10 Stunden. Noch länger ist die Variante unter dem Kamm auf österreichischer Seite, die m.W. kaum begangen und auch nicht mehr unterhalten wird. Vor allem im Sommer zwischen Hochweißsteinhaus und Sillianer Hütte mindestens 2 Liter zum Trinken mitnehmen, da es tagsüber keine Möglichkeiten zum Nachtanken gibt!

Link: Webseite von Thomas Wenrich, mit vielen Bilder und weiteren Informationen

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